Sehenswürdigkeiten · Natur & Landschaft
Sa Calobra & Torrent de Pareis
Ein Kieselstrand am Ende einer der spektakulärsten Schluchten Europas — die Anfahrt ist dabei fast so berühmt wie das Ziel selbst.

Foto: Olaf Tausch, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons
- Kategorie
- Schlucht & Strand
- Dauer
- Halb- bis Ganztagesausflug
- Eintritt
- Kostenlos — Parken gebührenpflichtig
- Beste Zeit
- Vormittags
Warum es sich lohnt
Sa Calobra liegt an der Westküste der Serra de Tramuntana, dort, wo der Torrent de Pareis — eine der tiefsten Schluchten Spaniens — auf das Meer trifft. Vom Ortskern führt ein kurzer Fußweg durch zwei in den Fels gesprengte Tunnel direkt zum Kieselstrand, mit der Schlucht als Kulisse im Rücken. Wer möchte, kann von dort ein Stück in die Schlucht selbst hineinlaufen — bei Trockenheit ein Flussbett aus glattgeschliffenem Fels, nach starkem Regen lebensgefährlich, da sich das Wasser hier schlagartig sammelt.
Berühmt ist auch die Anfahrt: Die Ma-10 windet sich in über dreißig Kehren den Berg hinunter, darunter die legendäre „Nus de sa Corbata" („Krawattenknoten") — eine Kehre, die sich um 270 Grad über sich selbst dreht.
Praktisch
- Mit dem Auto: Kurvenreiche Bergstraße, die volle Aufmerksamkeit verlangt — nichts für Menschen mit Reisekrankheit, dafür mit spektakulären Ausblicken unterwegs.
- Mit dem Boot: Ab Port de Sóller verkehren Ausflugsboote nach Sa Calobra — entspannter als die Serpentinen und mit Blick von der Wasserseite auf die Steilküste.
- Parken: Kostenpflichtige Parkplätze am Ortseingang, in der Hochsaison mittags oft voll.
- Schwimmen: Der Strand ist Kiesel statt Sand, das Wasser tief und klar — Schwimmschuhe erleichtern den Einstieg.
Achtung: Bei Regenwarnung nicht in die Schlucht selbst hineinlaufen — Sturzfluten sind hier keine Theorie, sondern haben in der Vergangenheit zu tödlichen Unfällen geführt.