Sehenswürdigkeiten · Natur & Landschaft

Coves del Drac

Tropfsteinhöhlen bei Portocristo mit einem der größten unterirdischen Seen Europas — und einem Live-Konzert, das mitten auf dem Wasser stattfindet.

Das Musiker-Boot auf dem unterirdischen See in den Coves del Drac

Foto: Anthere, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Kategorie
Höhle
Dauer
Ca. 1 Stunde
Eintritt
Gebührenpflichtig
Beste Zeit
Ganzjährig, konstant kühl

Warum es sich lohnt

Die Coves del Drac ziehen sich über gut zwei Kilometer durch den Fels bei Portocristo an der Ostküste — entdeckt schon in früheren Jahrhunderten, für Besucher erschlossen seit 1896. Der Weg führt an Stalaktiten und Stalagmiten vorbei bis zum Lago Martel, einem der größten unterirdischen Seen der Welt, benannt nach dem französischen Höhlenforscher, der ihn 1896 kartiert hat.

Der besondere Moment kommt am See selbst: ein kleines Orchester fährt in beleuchteten Booten über das Wasser und spielt klassische Musik, deren Klang sich in der Höhle auf eine Art bricht, die man oben an der Oberfläche nie hört. Danach können Besucher selbst mit Booten über den See fahren, bevor es durch einen anderen Ausgang wieder ans Tageslicht geht.

Praktisch

  1. Anfahrt: Am Ortsrand von Portocristo, ca. 45–60 Minuten von Palma oder von der Ostküste (Cala Ratjada, Cala Millor) aus deutlich näher.
  2. Führungen: Der Besuch läuft in festen Gruppen zu bestimmten Uhrzeiten — vor Ort oder online planen, in der Hochsaison können frühe Slots schnell voll sein.
  3. Temperatur: In der Höhle ist es das ganze Jahr über kühl und leicht feucht — eine dünne Jacke einpacken, auch im Hochsommer.
  4. Familientauglich: Feste Wege, keine Kletterpassagen — auch mit Kindern gut machbar, kinderwagentauglich ist es wegen Stufen streckenweise aber nicht.

Der Trick: Wer zum ersten Termin des Tages kommt, bekommt die Höhle noch fast leer — später am Tag füllen sich Wege und Bootssteg spürbar.

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